museum-digitalwestfalen

Close
Close

Objects found: 7608. Modify search parameters.

Help for the extended search

You can combine multiple search parameters.

Some of the available search fields allow direct entering of search terms. Right behind these fields, you can find a small checkbox. If you fill in your search term, the search generally runs for any occurrences of the entered string. By enabling the small checkbox ("Exact"), you can execute a search for that exact term.

There are also option menus. You can select search conditions by clicking on their respective entry in the appearing list there.

The third type of fields that neither have an "exact" checkbox nor consist of a list, reacts to your inputs. Once you type in some text, a list of suggested terms appears for you to select from.

Search optionsX ?

Geomuseum der WWU Münster Fossilien Westfalens (Kreide) [K 911, D 414, 79/117, C 191]

Becken eines Dinosauriers Iguanodon

Becken eines Iguanodon (Geomuseum der WWU Münster CC BY-NC-SA)
"Becken eines Iguanodon

Provenance/Rights: 
Geomuseum der WWU Münster (CC BY-NC-SA)

"Becken eines Iguanodon

Provenance/Rights: 
Geomuseum der WWU Münster (CC BY-NC-SA)

"Becken eines Iguanodon

Provenance/Rights: 
Geomuseum der WWU Münster (CC BY-NC-SA)

"Becken eines Iguanodon

Provenance/Rights: 
Geomuseum der WWU Münster (CC BY-NC-SA)

Description

Dieses Sammelexponat ist ein Becken des Dinosauriers Iguanodon atherfieldensis BOULANGER ("Leguanzahn"). Es handelt sich dabei um 4 Knochen (Ischium, Pubis, linkes und rechtes Ilium) eines mit 5 m fast ausgewachsenen Tieres.

Iguanodon war ein pflanzenfressender, ca. 10 m lang werdender Saurier, dessen bekanntestes Merkmal der spitze Daumendorn ist. Er gehört zu den Vogelbecken-Dinosauriern, d.h. die Stellung seiner Beckenknochen entspricht der der Vögel: Das Schambein (Pubis) ist nach hinten gerichtet. (Bei den Echsenbecken-Dinosauriern zeigt es nach vorn.) Dadurch wird die seitliche Beweglichkeit des Körpers verbessert. Viele Vogelbecken-Dinosaurier liefen zweibeinig, doch Iguanodon vermutlich nur vorübergehend.

In einem Kalksteinbruch nahe Nehden bei Brilon wurde in den späten 1970er Jahren eine der bedeutendsten Dinosaurierfundstellen Mitteleuropas entdeckt. Nach den mitüberlieferten Pflanzen konnte das Alter auf die höhere Unterkreide (Aptium, 115 Mio. Jahre) eingeengt werden. Etwa 1400 Knochen von zahlreichen Tieren, meist nicht im Skelettverband, wurden 1978-1982 vom damaligen Geologischen Museum geborgen, präpariert und bis zur Abgabe an das LWL-Naturkundemuseum 2009 dort aufbewahrt. Die Knochen wurden bei ihrer Versteinerung teilweise durch Markasit (Speerkies) ersetzt, ein Mineral, das an feuchter Luft zerfällt. Deshalb wurden alle Knochen mit Spezialwachs konserviert, das den eigenartigen Glanz bedingt.

Die Fundstelle lag in einer mit Ton verfüllten Spalte im Kalk, der durch saures Sickerwasser weggelöst worden war (Karst). Dies geschah auf dem Festland unterhalb eines Sees, in dem die Dinosaurier vermutlich beim Trinken umgekommen waren. Die Ablagerungen des Sees mitsamt den Skeletten sackten beim Durchbruch der Karstspalte in diese hinein. So zerbrachen die Skelette zwar, wurden aber vor der Erosion bis zur Freilegung durch den Kalkabbau geschützt.

Iguanodon ist wissenschaftsgeschichtlich besonders interessant: Auf diese Gattung gründete Owen 1844 die von ihm eingeführten Dinosauria. Sie war während der Unterkreide in weiten Teilen Europas verbreitet, doch vor allem aus reichen Knochenfunden in Belgien sind die Tiere sind gut bekannt.

Alter: ca. 115 Millionen Jahre; Aptium, Unterkreide
Fundort: Brilon-Nehden, Hochsauerlandkreis, Sauerland

Measurements

Ischium: 12 x 12 x 4 cm, Pubis 40 x 16 x 5 cm, Ilium links 42 x 12 x 8 cm, Ilium rechts 55 x 15 x 5 cm

Found ...
... When
... Where More about the place
Lived ...
... When
... Where More about the place

Relation to time

Part of

Literature

Keywords

[Last update: ]

The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.