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Jüdisches Museum Westfalen Dorsten

About the museum

Das Jüdische Museum Westfalen entstand aus einer Bürgerinitiative. Bis heute wird es von dem „Verein für jüdische Geschichte und Religion e.V.“ mit viel freiwilligem Engagement getragen. Aufbau und Ausbau des 1992 eröffneten Museums erfolgten mit Förderungen des Landes Nordrhein-Westfalen, des LWL sowie der Stadt Dorsten. Eine kontinuierliche Unterstützung erhält das Museum durch die Stadt Dorsten, den Kreis Recklinghausen, die Stiftung Jüdisches Museum Westfalen, das Land NRW und die Sparkasse Vest Recklinghausen. Das Museum bietet eine Dauerausstellung zur jüdischen Religion und Tradition und zu jüdischen Lebenswegen in der Geschichte Westfalens. Ein Vortrags- und Bildungsangebot für Erwachsene und ein museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche sowie eine kleine Fachbibliothek erweitern das Angebot. Mehrere Wechselausstellungen im Jahr vertiefen den Blick auf jüdische Geschichte, Kultur und Kunst in Vergangenheit und Gegenwart. Die Dauerausstellung bietet Einblicke in die Vielfalt und die geschichtlichen Varianten jüdischen Lebens in Familie, Gemeinden und Gesellschaft. Die Bereiche zur jüdischen Religion und Tradition lassen die Besucherinnen und Besucher die Themen Tora, Synagoge und Gemeinde, jüdisches Leben in Haus und Familie sowie seinen Wandel unter dem Einfluss gesellschaftlicher Bedingungen entdecken.

Wichtige Ausstellungsstücke wie der „Bottroper Bücherkorb“ weisen auf die Bedrohung und weitgehende Auslöschung jüdischen Lebens während der NS-Zeit hin. Trotz der Erfahrungen des Völkermords wagten einige Überlebende nach 1945 einen Neuanfang in Deutschland.

Die jüdische Geschichte Westfalens ist vor allem eine Geschichte der „kleinen Leute“, Viehhändler, einfache Kaufleute, ostjüdische Arbeiter, gelegentlich auch einflussreiche Frauen und Männer. Im Jüdischen Museum Westfalen werden anhand von 14 Biografien 700 Jahre jüdische Geschichte lebendig. Die Lebenswege zeigen die Lage der Juden in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft vom Mittelalter bis zum Wiederaufbau jüdischen Lebens nach 1945. Es ist eine Geschichte der Nachbarschaft und des Austausches, der Anpassungsversuche und Abgrenzungen, von Verfolgungen und Überlebensmechanismen in vielen Facetten. Die Sammlung umfasst Ritualgegenstände aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie Dokumente, Schriftstücke und Bücher vom frühen 16. bis weit in das 20. Jahrhundert. Hinzu kommen einige wenige Kunstwerke verstorbener und noch lebender jüdischer Künstler.

Es ist geplant, im Juni 2018 eine vollständig neue Dauerausstellung zu eröffnen, an der bereits intensiv gearbeitet wird.

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