museum-digitalwestfalen

Close

Search museums

Close

Search collections

Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund Archäologie [A 1998/194]

Gefäß der Rössener Kultur

Gefäß der Rössener Kultur (Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund (CC BY-NC-SA)

Description

Das Gefäß wurde 1993 entdeckt bei Ausgrabungen in Dortmund-Oespel.

Vor über 7000 Jahren veränderte sich die Lebensweise der Menschen in Mitteleuropa. In der Alt- und der Mittelsteinzeit hatten sie sich jahrtausendelang ihre Nahrung durch Sammeln und Jagen "angeeignet", doch von nun an "produzierten" sie die Nahrung selbst, in dem sie systematisch Tiere zähmten und Getreide anpflanzten. Damit wurde ihre nomadische Lebensweise überflüssig und sie begannen, anstelle von mobilen Behausungen feste Häuser zu bauen. Neben den bruchsicheren organischen Behältern entwickelten sie neue aus Ton, die als Vorrats- Trink- und Kochgeschirr dienten. Diese wurden entweder aus einem Klumpen Ton hochgezogen oder aus aufeinandergelegten Tonwülsten aufgebaut (Wulsttechnik), bevor man sie entweder im offenen Feldbrand, im abgedeckten Meiler oder im kontrollierten Brand eines Kuppelofens brannte. In Form und Verzierung spiegelten die Gefäße kulturelle Einflüsse wider. Sie wurden zu Leitformen und gaben den verschiedenen Kulturen und Zeitstufen ihre Namen.
Dieses Gefäß stammt aus einer Ausgrabung in den Dortmunder Stadtteilen Oespel / Marten. Es gehört zur sog. Rössener Kultur die sich vor 6500 Jahren auch hier im Hellweggebiet ausbreitete. Besonders auffällig ist die flächendeckende, mit einem spitzen Gegenstand tief eingestochene Verzierung. Sie wurde ehemals mit einer weißen Paste gefüllt, so dass sich die Muster in reizvollem Kontrast zum dunklen Ton abheben. Außer zahlreichen Gefäßresten, Steinwerkzeugen sowie Getreide- und Knochenresten fand man Spuren von Häusern in Form von Bodenverfärbungen (Pfostenlöcher). Eines der Oespler Häuser wies eine Länge von immerhin 39 m auf. Diese Spuren gehören zu den ältesten im Dortmunder Stadtgebiet.

Material / Technique

Ton

Measurements ...

H 9,3 cm; D 19,7 cm

Created ...
... when [about]

Relation to time ...

[Relation to time] [Relation to time]
-4700 - -4400
Created Created
-4500
-4701 -4398

[Last update: 2017/04/18]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.