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Stadtmuseum Hagen [Hagener Stücke]. 111 Objekte aus dem Stadtmuseum [2017/49]

Gemälde: Das Volmetal bei Hagen

Gemälde: Das Volmetal bei Hagen (Stadtmuseum Hagen RR-R)
Provenance/Rights: Stadtmuseum Hagen / Heike Wippermann (RR-R)

Description

Wie die beiden Ansichten des Lennetales bei Limburg (2017/18) stammt auch diese Gouache aus der Malschule von Johann Heinrich Bleuler. Die Vorlage entstand wahrscheinlich auf einer (anhand der Überlieferung zu Bleuler nicht belegbaren) Reise durch das Bergische Land und den südlichen Teil der Grafschaft Mark. Möglicherweise wurden die Ansichten von Bleuler für einen bislang unbekannten Auftraggeber erstellt. Von der Hagener Ansicht besitzt das Stadtmuseum ein weiteres, allerdings beschnittenes Exemplar. Hier sind die Farben kräftiger ausgemalt; es stammt aus dem Besitz der Familie Moll-Kerckhoff.
Aus Bleulers Werkstatt sind neben Hagen und Limburg auch Ansichten aus dem Ruhrtal bei Mülheim, Hattingen, Blankenstein und Wetter, aus dem Tal der Wupper bei Elberfeld, von Schwelm, der Burg Klusenstein im Hönnetal bei Deilinghofen und Altena bekannt. Die Gouachen zeigen weitgehend ursprüngliche Landschaftsräume. Nur wenige Jahrzehnte später bestimmten die Industrialisierung, umfangreiche Zerstörungen durch Steinbrüche und Straßenbau sowie die Eisenbahn das Landschaftsbild. An Lenne, Volme, Ruhr und Hönne verschwanden ganze Talabschnitte in Steinbrüchen und dem Straßenbau.
Der Blick des Künstlers ging vom heutigen Drerup-Viertel in Hagen ins Volmetal, etwa von der Funcke-Brücke in Richtung Rathaus. Im Vordergrund rauscht die Volme durch das Tal, am linken Bildrand sind dargestellt die zum Wohnsitz der Familie Moll gehörenden Gartenanlagen, im Hintergrund die Tuchfabrik Moll, rechts davon die ab 1802 erbaute Villa der Familie Moll am „Potthof“. In der Bildmitte sind die evangelisch-lutherische Johanniskirche, links davon die reformierte Kirche und der Giebel des 1725 erbauten Huthschen Hauses am Markt zu sehen. Von der Johanniskirche weiter nach rechts ragt der 1829 eingestürzte Turm der katholischen Kirche St. Marien aus den Hausdächern empor. 1808 bis 1813 besaß Hagen als Hauptstadt eines von drei Arrondissements des Ruhr-Departements im französischen Großherzogtum Berg eine zentrale Funktion für den südlichen Teil der damals aufgelösten Grafschaft Mark.
Die Gebirgszüge im Bildhintergrund mit dem „Kratzkopf“ (links) sowie dem Riegerberg und Goldberg (rechts) erklären die erstmalig 1814 für Hagen belegbare Bezeichnung als „Tor zum Süderland“. Nach den Vorstellungen des Konsistorialrats Wilhelm Aschenberg sollte auf dem Goldberg ein monumentales „Eisernes Kreuz“ an den Sieg über Napoleon in den Befreiungskriegen erinnern. Selbst in Berlin wurden 1814/15 Spendengelder für dieses weit über Hagen beachtete nationalpatriotische Denkmalprojekt akquiriert. Eine Umsetzung erfolgte jedoch nicht. Im Oktober 1816 wurde im Grünetal bei Iserlohn eine deutlich kleinere und politisch entschärfte Version des Denkmals eingeweiht.

Ralf Blank

Quelle: StadtA Hagen, Zeitungs-Sammlung, Hermann, Ausg. 1814–1816

Material/Technique

Gouache / gemalt

Measurements

B 56 cm; H 38 cm (Blatt)

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Keywords

Painted
Feuerthalen
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Hagen
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Volme
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Johanniskirche (Hagen)
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Reformierte Kirche (Hagen-Hohenlimburg)
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Object from: Stadtmuseum Hagen

Das Stadtmuseum Hagen ist seit November 2015 geschlossen. Die Wiedereröffnung wird im April 2021 anlässlich des 275-jährigen Stadtjubiläums ...

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[Last update: 2019/07/01]

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