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Stadtmuseum Hagen [Hagener Stücke]. 111 Objekte aus dem Stadtmuseum [2017/95]

Musikbox Rock-Ola 1448

Musikbox Rock-Ola 1448 (Stadtmuseum Hagen RR-R)
Provenance/Rights: Stadtmuseum Hagen / Heike Wippermann (RR-R)

Description

Wenn nicht gerade live gespielt wurde, waren die Möglichkeiten, in einer Kneipe Musik zu hören, noch bis weit in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts recht eingeschränkt. Es sei denn, dort stand eine Musikbox, auch Jukebox genannt. In den fünfziger Jahren kamen diese Geräte in Deutschland auf und waren weit verbreitet. Es handelte sich um Automaten, die gegen Einwurf von Geld ausgewählte Schallplatten abspielten. Die Musikbox gehörte jedoch nicht dem Wirt. Er stellte nur den Aufstellplatz zur Verfügung und wurde dafür entlohnt. Der Automatenaufsteller, dem die Musikbox gehörte, bestückte sie mit den neuesten Schallplatten, wartete das Gerät und kassierte das eingeworfene Geld. Und das Geschäft lief gut. Die Menschen wollten unterhalten werden, sie wollten die neuesten Hits hören.
Die Musikboxen besaßen eine hohe Anziehungskraft. Dazu trug auch ihr futuristisches Aussehen bei. In den fünfziger Jahren orientierte sich ihr Design an amerikanischen Straßenkreuzern. Heckflossen, Panoramascheiben und Rückleuchten weckten Sehnsüchte. Chrom und Glas waren bevorzugte Materialien.
Die hier gezeigte Rock-Ola 1448 aus dem Jahr 1955 fasst 60 Venyl-Singles, kann mithin also 120 Titel spielen. Die einzelnen Stücke werden über 40 Tasten angewählt. Mit einer weiteren, roten Taste wird die 3-Wege-Titelwalze betätigt, die auf jeder Ebene 20 Platten mit Vor- und Rückseite verzeichnet. Der üppige Glasdome bietet freie Sicht auf den beleuchteten Plattenwechsler. Die einzelnen Schallplatten befinden sich in einem rotierenden Plattenmagazin und werden durch einen Greifarm entnommen, auf den Plattenteller gelegt und abgespielt. Dabei wird registriert, wie oft jedes Stück ausgewählt wurde, was die Notwendigkeit zum Plattentausch wesentlich transparenter machte.
Die Tonqualität ist ausgezeichnet, sie entspricht dem HiFi-Standard. Ein mit fünf Röhren bestückter Verstärker in Verbindung mit einem 15 Zoll Lautsprecher und einem rechteckigen Horn liefern einen brillanten Sound. Der imposante Lautsprechergrill mit verchromten Stilelementen war in unterschiedlichen Farben beleuchtet und erregte so Aufsehen. Leider fehlen bei diesem Gerät die vier senkrechten Zierstreben vor der Schallwand. Im Rahmen einer anstehenden Restaurierung müssten sie ersetzt werden. Da von der Musikbox 18.500 Stück gebaut wurden, besteht die Chance, auf dem Ersatzteilmarkt fündig zu werden.

Dietmar Freiesleben

Measurements

H 142 cm; B 76 cm; T 69 cm

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Literature

Keywords

Object from: Stadtmuseum Hagen

Das Stadtmuseum Hagen ist seit November 2015 geschlossen. Die Wiedereröffnung wird im April 2021 anlässlich des 275-jährigen Stadtjubiläums ...

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